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...... wir befanden uns zu der Zeit auf einem Unteroffizierslehrgang der Luftwaffe für Nachtjagd. Irgendwann während des Unterrichtes gab es dann Alarm, wir gingen dann in unsere Stellungen, es waren Angriffe von Englischen Jagdflugzeugen, diese beschossen wir dann mit unseren Maschinengewehren. Der Alarm wurde aufrecht erhalten, als dann auch am Nachmittag die ersten Fallschirmjäger landeten, auch diese beschossen wir mit unseren Maschinengewehren und Karabinern. |
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...... die Lufthoheit der Alliierten war auch an diesem Tage sehr erdrückend, wir wurden oft von feindlichen Jägern beschossen. Dann kam der Befehl im allgemeinen Durcheinander, was auf der Deutschen Seite herrschte, die Schule aufzugeben und sich Richtung Westen abzusetzen, Richtung Duisburg. Ich und einige meiner Kameraden bekamen den Auftrag, die Schule zu sprengen. Wir verlegten Sprengladungen und versahen sie mit Zeitzündern. Die Zünder hatten etwa so 15 Minuten Verzögerung. Während diesen 15 Minuten liefen wir noch durch die nähere Umgebung um die Holländische Zivilbevölkerung zu warnen, dass die Schule gleich gesprengt werde. |
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...... das Durcheinander auf Deutscher Seite setzte sich fort und wir marschierten Richtung Westen. |
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...... wir wurden ein paar Kilometer hinter Arnheim gesammelt und unter das Kommando der Waffen-SS Division "Frundsberg" gestellt. In der Nacht begann noch der Abtransport mit den Schützenpanzern der Waffen-SS. |
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...... an diesem Tage gab es einzelne Gefechte mit Englischen Fallschirmjägern im Raume Nimwegen, wo auch Gefangene gemacht wurden. Einem der Englischen Offiziere habe ich als Souvenir die Pfeife abgenommen. Es wurden dann noch Freiwillige gesucht, um einen Angriff auf Driel durchzuführen, es hieß, es seien Polnische Fallschirmjäger in Driel gelandet. Am anderen Mittag (22.09.1944) ging es dann über die Brücke von Arnheim, auf der noch die verbrannten und gefallenen Kameraden der Waffen-SS lagen. |
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...... in einem Sammelraum in der Nähe von Driel wurden dann die einzelnen Sturmgruppen der Waffen-SS und uns zusammengestellt. Wir bezogen dann Stellung so ca. 300 m von der Ortschaft entfernt. Dort traf ich dann auf eine Holländische Familie, die in einem Graben Schutz gesucht hatte und sich jetzt mitten im Kampfgebiet befand. Der Mann der Familie war am Arm verletzt, ein Kamerad und ich verbanden diesen noch auf die Schnelle und halfen ihnen unter den Zäunen durch, um nach hinten zu kommen. In diesem Moment kam auch schon der Befehl zum Angriff durch unseren „Spieß“….er rief noch …“Vorwärts Jungens, ran“…dann wurde er durch eine Kugel in den Kopf getroffen. Nach Einbrechen in die Ortschaft begann der Häuserkampf. Wir verteilten uns rechts und links der Straße, die Männer rechts schossen nach links in die Fenster, die Männer links, schossen nach rechts. In den Häusern kam es dann noch zu etlichen Nahkämpfen. In einem Haus sah ich dann einen Polnischen Soldaten liegen, er hatte noch sein Funkgerät auf, er war wohl aber schon während unseres Sturmangriffes gefallen. Die Gefechte hielten den ganzen Nachmittag an und die Polen wehrten sich verzweifelt. Irgendwann war auch unser Schwung verloren und es waren viele gefallen. Dann schlug uns heftiges Gewehrfeuer entgegen…es gab kein Weiter. Eine der guten Positionen zum überwachen der Straße war von einem Beobachter besetzt. Ich versuchte, von einer Hausseite an den Soldaten heranzukommen, wusste aber bis dato noch nicht, wo dieser lag, da ihn noch niemand gesehen hatte. Als ich vorsichtig um die Häuserecke blickte, merkte ich plötzlich einen sehr harten Schlag an meinem Karabiner, der mir direkt am Schaft abgeschossen wurde (knapp an meinen Handgranaten vorbei). Im selben Augenblick sah ich noch ein weinrotes Barett in einem Erdloch verschwinden. Da ich jetzt nur noch meine 2 Handgranaten hatte, war dies die einzige Möglichkeit, den Weg freizubekommen. Nach kurzem Blick um die Ecke und Zielen warf ich die erste Handgranate, diese verfehlte das Ziel um 1-2 Meter, jetzt hatte ich nur noch eine Handgranate, die zweite Handgranate landete genau im Loch des Beobachters, somit war der Weg frei. Diesen Vorgang hatte ein Leutnant, der in der Nähe in einem Haus lag, beobachtet. Somit war jetzt der Weg für das weitere Vorgehen frei. Dann besorgte ich mir ein Maschinengewehr (MG15) sowie Munition. Aufgrund der Aussage des Leutnants wurde ich deshalb am 01.10.1944 außerplanmäßiger Unteroffizier wegen „Tapferkeit vor dem Feinde“. (Siehe Eintrag im Wehrpass). Der Angriff wurde dann weitergeführt. Irgendwann, ich wusste nicht wie, war ich alleine. Dann hieß es, sich zum Sammelplatz alleine durchzuschlagen. In der Nähe Driel traf ich dann auf einen Oberleutnant, der mit einem verletzten Kameraden im Graben lag. Wir verbanden ihn und schickten ihn über eine ca. 100 m weite Fläche…..er kam gut auf die andere Seite. Die Fallschirmjäger führten einen sehr fairen Kampf und haben nicht auf ihn geschossen, da er schon von weitem als Verwundeter zu erkennen war. Nun waren wir an der Reihe, über das Feld zu kommen. Als wir losliefen, wurden wir von der Seite durch Maschinengewehre beschossen, die Garben waren sehr gut gezielt und schossen vielleicht so 20-30 cm vor und hinter uns vorbei. Während ich in Deckung ging, traf eine Salve ganz knapp hinter mir meine Feldflasche die ich am Koppel hatte. Jetzt wurden wir noch von Granatwerfern beschossen. Ich schaffte es schließlich, über das Feld zu kommen und in Deckung zu gelangen, der Oberleutnant hinter mir versuchte auch noch über den Graben zu springen, als eine Granate hinter ihm explodierte und ihn während des Sprunges tödlich traf. Dann warf ich erstmal einige der MG-Trommeln in den Bach, um leichter zu sein, ich hatte die ganze Zeit 5 Trommeln bei mir. Eine volle ließ ich am MG, eine nahm ich noch mit. Nach einiger Zeit kam ich dann am Sammelplatz an, wo ich nicht mehr viele meiner Kameraden wiedertraf. Die meisten waren verwundet worden, viele aber waren gefallen. Ich war der einzige meiner Truppe, der ohne Verletzung diesen Tag überstanden hatte. |
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...... wir befanden uns zum Sammeln in einer Stellung, die sich „Teerose 1“ nannte. Von dort aus bekam ich den Befehl ,mich auf der Insel Walcheren zu melden, um dort weiter die Nachtjagdstaffeln der Luftwaffe im Kampf gegen England per Radar an den Feind zu lotsen. Somit war der Kampf um Arnheim für mich vorbei. |
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...... auf der Insel Walcheren kam es dann, am 02. November 1944, zu einer Landung durch Kanadische Soldaten, die mich dann auch in Gefangenschaft nahmen. |
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...... somit war für mich der 2. Weltkrieg erledigt. Meine Gefangenschaft habe ich in England verbracht, nahe Nottingham. Nach Deutschland kam ich im Juni 1946 zurück. Heinz Ackermann |
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