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Rollmann, Wilhelm Fregattenkapitän p. m.* 05.08.1907 Wilhelmshaven + 05.11.1943 im Südatlantik (gef.)Wilhelm Rollmann trat am 01.04.1926 als Seeoffiziersanwärter in die Reichsmarine ein. Nach seiner Ausbildung zum Seekadett an Bord von SSS “Niobe“ folgte eine Bordausbildung auf dem leichten Kreuzer “Emden“. Als Fähnrich zur See besuchte er in den Jahren 1928 bis Mai 1930 verschiedene Lehrgänge und diente auf dem Linienschiff “Hessen“. Zum Leutnant zur See befördert leistete er seinen Dienst auf dem leichten Kreuzer “Karlsruhe“ sowie auf dem Aviso “Grille“. Im Dienstgrade eines Kapitänleutnant wechselte Rollmann im Mai 1936 zur U-Bootwaffe. Nach der Teilnahme an einer Kommandantenausbildung übernahm Rollmann im Oktober 1938 die Führung des neuen U-Bootes U-34 (Typ VIIA). Am 19. August 1939 lief Wilhelm Rollmann mit U-34 aus Wilhelmshaven in einen Bereitstellungsraum in den Nordatlantik aus. Nach Beginn der Feindseligkeiten mit England konnte Rollmann am 7. und 8. September 1939 zwei Schiffe mit 11.357 BRT versenken. Somit gehörte U-34 zu den ersten Booten, die Versenkungserfolge erzielten. Als Rollmann auf dem Rückmarsch nach Wilhelmshaven noch einen estnischen Frachter, der „Konterbande“ für England enthielt, als Prise mit nach Deutschland nahm, konnte er seine erste erfolgreiche Feindfahrt mit einem Lob des F.d.U beenden. Nach sofortiger Neuausrüstung des Bootes stach Rollmann Ende Oktober erneut in See und war das einzige Boot welches zu dieser Zeit in den “Western Aproaches“ operierte. Wiederum war U-34 unter seiner Führung erfolgreich und versenkte vier Schiffe mit 16.500 BRT, davon zwei aus dem Geleitzug HX 5 (Halifax). Nunmehr musste Rollmann aufgrund des Bruches eines Regelbunkers die Fahrt abbrechen und Wilhelmshaven anlaufen. Erneut gelang ihm auf dem Rückmarsch die Aufbringung, diesmal eines norwegischen Frachters, mit „Konterbande“ und die gleichzeitige Zuführung der Prise nach Deutschland. U-34 musste nach diesem Einsatz einer Modifizierung unterzogen werden, da sich die technischen Pannen auf den Booten der Klasse VIIA häuften. Trotzdem zählte Rollmann zum Ende des Jahres 1939 zu den fünf erfolgreichsten U-Bootkommandanten. Im Januar 1940 wurde U-34 zum Legen eines Minenfeldes vor Falmouth an der britischen Küste entsandt. Die Operation fand ihren Erfolg als ein Frachter mit 7800 BRT im Minenfeld versank. Auf der Weiterfahrt agierte Rollmann wiederholt mit Umsicht und Verstand. Bei mehreren Angriffen glückte ihm die Versenkung zweier Schiffe mit 13.000 BRT. Zu der Operation „Weserübung“ wurde U-34 südlich Trondheim aufgestellt. Mehrere Angriffe auf alliierte Landungseinheiten bzw. Kriegsschiffe schlugen aufgrund von Torpedoversagern fehl. Im Juni 1940 lief U-34 erneut in den Nordatlantik aus und es gelang unter Rollmanns Führung acht Schiffe mit 22.400 BRT einschließlich des britischen Zerstörers H.M.S. “Whirlwind“ zu versenken. U-34 wurde nun zu einem der ersten Boote, die einen der neuen Stützpunkte (Lorient) an der französischen Atlantikküste anliefen. Nach einer Besprechung mit dem B.d.U. lief Rollmann mit U-34 am 23.07.1940 als erstes neu ausgerüstetes Boot wieder in den Atlantik aus. In der Nacht vom 26. auf den 27. Juli 1940 gelang Rollmann im Nordkanal bei Angriffen auf Einzelfahrer sowie auf den Geleitzug HX 58 (Halifax) die Versenkung von vier Schiffen mit 29.300 BRT in einer Nacht. Am 29.07.1940 lautete der Wehrmachtbericht: U-34 trat nun, durch ständige technische Pannen beeinträchtigt, die Rückkehr nach Deutschland an, um bei den Ausbildungseinheiten weiteren Dienst zu tun. Während des Rückmarsches traf U-34 bei “Cap Nose Head“ auf das britische U-Boot “Spearfish“ und versenkte es. Ein Überlebender des britischen Bootes konnte geborgen werden. Am 02.08.1940 lautete der Wehrmachtbericht: Rollmann stand nun mit 24 anerkannten Versenkungen an erster Stelle der “U-Boot-Asse“ und wurde am 31.07.1940 mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Nun folgte für Rollmann eine Versetzung als taktischer Lehrer und Ausbilder zur 2. ULD (U-Bootslehrdivision) in Gotenhafen. Im Februar 1943 übernahm er das Kommando über eines der neuen “Monsun-Boote“ U-848 vom Typ IX-D2, welche nur verdienten und erfahrenen Kommandanten anvertraut wurden. Nach Ausbildung und Schulung der Besatzung stach U-848 Ende Oktober 1943 mit dem Ziel Indischer Ozean in See. Nach Versenkung des britischen Schiffes “Baron Sample“ auf dem Anmarsch wurde U-848 am 05. November 1943 von einer B24 der Navy Squadron VB 107 auf 10°9’N/18°00’W überrascht und angegriffen. Das Flugzeug beschädigte U-848 so schwer, dass es tauchunklar war. Die B24 umkreiste das schwer beschädigte Boot und rief Verstärkung herbei. U-848 setzte sich gegen die herangeführten Maschinen mit Flakfeuer zur wehr. Nach einem mehrstündigen Gefecht gegen bis zu fünf feindliche Maschinen brach U-848 nach einem genauen Wasserbombentreffer auseinander und sank. Die alliierten Flugzeuge bemerkten ca. 20 – 30 Überlebende im Wasser treibend, von denen lediglich der Oberbootsmaat Hans Schade nach einem Monat auf einem Floß treibend gefunden wurde. Schade verstarb zwei Tage später in Brasilien an Auszehrung. Wilhelm Rollmann wurde posthum mit Wirkung zum 01.11.1943 zum Fregattenkapitän befördert. Während seiner Laufbahn versenkte er 25 Schiffe mit insgesamt 103.880 BRT.
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