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![]() Prassdorf, Heinz Obermaschinist* 07.12.1918 Rostock + 08.11.1993 RostockIn der Kriegsmarine kam es sehr selten vor, daß Unteroffizieren die hohe Auszeichnung des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes verliehen wurde. Einer von jenen Portepeeunteroffizieren, die diese Auszeichnung erhielten und zu denen die Obermaschinisten im Range eines Oberfeldwebels gehörten, war der am 7. Dezember 1918 in Rostock geborene Heinz Prassdorf. Er trat am 1. November 1937 in die Kriegsmarine ein, absolvierte die militärische und fachliche Grundausbildung mit sehr guten Ergebnissen. Seine weitere Ausbildung erfolgte auf der Marineschule in Kiel, einer technischen Ausbildungseinrichtung. Für 1939/1940 ist ein Dienstgrad Maschinenobergefreiter angegeben. Heinz Prassdorf muß ein sehr tüchtiger Soldat gewesen sein, denn bereits während der Feindfahrten auf U-Booten – bis Oktober 1940 auf U-48 unter dem Kommandanten Herbert Schulze, Hans-Rudolf Rösing und Heinrich Bleichrodt, dann auf U-558 - erhielt er das U-Boots-Kriegsabzeichen 1939 (25. Oktober 1939) sowie die Eisernen Kreuze II. Klasse und I. Klasse (21. Dezember 1939 bzw. 28. Oktober 1941). Am 1. November 1943 wurde Heinz Prassdorf zum Obermaschinisten befördert. Anfang 1944 wurde Heinz Prassdorf zur Baubelehrung auf die Schichau-Werft in Danzig für die Indienststellung von U-1203 kommandiert. Es war ein Boot des Typs VIIc und wurde am 10. Februar 1944 in Dienst gestellt. Zunächst war es der 8. (Ausbildungs-) Flottille und später der 11. U-Flottille in Bergen/Norwegen zugeteilt. Bei einem Einsatz geriet U-1203 in eine verzweifelte Lage, die der Obermaschinist Heinz Prassdorf durch seine Besonnenheit und persönliche Tapferkeit beseitigen konnte. Dadurch wurde das Boot und vor allem die über 50 Mann zählende Besatzung gerettet. Für diese Tat erhielt er am 21. April 1945 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Zu seinen Auszeichnungen kam im Mai noch die U-Boots-Frontspange in Bronze hinzu.
Leider verliert sich in den Wirren der Nachkriegszeit der weitere Weg von Heinz Prassdorf. Nur sein Todesdatum ist bekannt. Er starb am 8. November 1993 in Rostock.
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