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Gysae, Robert Korvettenkapitän* 04.01.1911 Berlin-Charlottenburg + 28.04.1989 WilhelmshavenRobert Gysae trat am 08.04.1931 in die Reichsmarine ein. Nach Bordausbildungen auf SSS „Niobe“ und dem leichten Kreuzer „Karlsruhe“ erfolgte seine Ernennung zum Seekadett. Während seiner weiteren Laufbahn diente Robert Gysae auf den Torpedobooten „Albatros“ und „Leopard“ in der Funktion als Wach-, sowie als Artillerieoffizier. Mittlerweile zum Kapitänleutnant befördert, wechselte Gysae, nachdem er als Kommandeur der Torpedobootsschulflottille gedient hatte, im April 1940 zur U-Bootwaffe. Hier übernahm er nach einer mehrmonatigen Kommandanten- und Schießausbildung im Oktober 1940 das Kommando über das neue Boot U-98 (VIIC). Es sprach für seine außerordentliche Qualifikation, dass Gysae, der bis dato an keinerlei Feindfahrt auf einem U-Boot teilgenommen hatte, dieses Kommando erhielt. U-98 trat nach seiner in Dienststellung zur 7. U-Boot-Flottille (Kiel, später St. Nazaire). Bei der Jungfernfahrt von U-98 beteiligte sich Gysae mit dem Boot erfolgreich an den Kämpfen um den Geleitzug SC-26 und versenkte vier Schiffe mit 15.588 BRT. Bei der nächsten Unternehmung gelang Gysae die Versenkung des britischen Hilfskreuzers H.M.S Salopian mit 10.500 BRT, sowie die Versenkung zweier weiterer Frachter. Auch bei der dritten Ausfahrt von U-98 gelang die Versenkung von zwei Schiffen. Nach seiner vierten Feindfahrt wurde Gysae im Dezember 1941 mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Nach sechs Feindfahrten mit U-98 verließ Gysae das Boot um mit U-177 (IXD2) das Kommando eines der so genannten Monsunboote zu übernehmen. Zum ersten Einsatz von U-177 wurde Gysae beauftragt, mit einer Gruppe von anderen Fernbooten, den Angriff der Kriegsmarine in die Gewässer vor Kapstadt und Durban zu tragen. Hier operierte Gysae bei einer 128 Tage dauernden Feindfahrt äußerst erfolgreich und versenkte 8 Schiffe mit 49.371 BRT. Unter den versenkten Schiffen befand sich auch das Passagierschiff Nova Scotia mit 899 Passagieren an Bord von denen 765 Italiener waren. Gysae, verunsichert durch die Vorfälle beim „Laconia-Fall“, funkte an den BdU mit der Bitte um Befehle. Der BdU antwortete gemäß seines bekannten “Laconia-Befehls“ : „Operation fortsetzen. Kriegsführung hat Vorrang. Keine Rettungsversuche.“ Nach Erreichen des Stützpunktes wurde der L.I. des Bootes Gerhard Bielig mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet, da er 454 Tage im Einsatz verbracht hatte und dabei dreimal die Boote auf denen er diente gerettet hatte. Nach dieser erfolgreichen Unternehmung wurde Gysae mit U-177 erneut in die Gewässer des indischen Ozeans gesandt. Nach der Versenkung von zwei Schiffen aus dem Geleitzug CD-20 teilte der BdU Gysae die Verleihung des Eichenlaubes zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes über Funk mit. Nach der Versenkung von vier weiteren Schiffen mit 23.452 BRT und einem Feuer im Maschinenraum, welches erfolgreich bekämpft werden konnte, kehrte Gysae mit U-177, nach 184 Tagen auf Feindfahrt, in den Stützpunkt zurück. Zu bemerken ist, dass U-177 bei dieser Unternehmung einen kleinen Hubschrauber zur besseren Seeerkundung mitgeführt hatte. Dieser bewährte sich aber nicht mit dem gewünschten Erfolg. Im Oktober 1943 verließ Gysae, mittlerweile zum Korvettenkapitän befördert, daß Boot und übernahm im Januar des folgenden Jahres das Kommando über die 25. U-Boot-Flottille (Ausbildungsflottille). In dieser Dienststellung verblieb Robert Gysae bis er kurz vor Kriegsende das Kommando über das Marinepanzerjagd-Regiment 1. übernahm. Nach kurzer alliierter Kriegsgefangenschaft diente er beim Deutschen Minenräumdienst. 1956 trat Gysae in die Bundesmarine ein in der er bis März 1970 diente und im Rang eines Flottillenadmirals in den Ruhestand ging. Robert Gysae versenkte während seiner Laufbahn insgesamt 25 Schiffe mit 126.815 BRT plus ein weiteres Schiff mit unbekannter Größe. Zusätzlich beschädigte er ein Schiff mit 2.588 BRT.
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