|
Im Laufe der Zeit wurden an die Truppe zahlreiche doch sehr unterschiedliche Ausführungen an Schutzbrillen ausgegeben.
Windschutzbrillen:
Dieser Brillentyp auch als „Kradbrille“ bezeichnet, schützte den Fahrer und Beifahrer von Motorrädern oder auch offenen Kraftfahrzeugen in erster Linie gegen den anfallenden Staub. Die oval oder auch eckig geformten, zur Nase hin abgeschrägten Gläser, waren meistens aus Kunststoff und in einem Metallrahmen eingefasst. Zudem war an den Brillen seitlich ein verstellbares Halteband angebracht. Dieser Schutzbrillentyp wurde meistens mit einem grauen oder einem braunen Blech- oder auch Pappbehälter ausgegeben.
Schneebrillen:
Diese speziell für die Gebirgstruppe entwickelte Schutzbrille verfügte über ovale, dunkel gefärbte Augengläser in einem Leichtmetallrahmen, der an den Schläfen verbreitert war. Der Rahmen wurde zwecks der Abweisung von Schnee mit einer separaten Gummidichtung versehen. Da diese Dichtung, wie sich später zeigen sollte, bei Kälte schnell porös wurde, ersetzte man diese bei nachfolgenden Modellen durch eine plüschartige Stoffausführung.
Eine weitere Ausführung dieser Schutzbrille verfügte im Gegensatz zum ersten Modell über Gläser die in einem breiten Gummi- oder auch Stoffband eingesetzt waren. Diese Ausführung schützte seinen Träger gegen die Sonnenblendung durch den Einbau von zwei bis drei senkrechten, waagerechten sowie schrägen Sehschlitzen. Die Schneebrille wurde teilweise mit einem braunen Pappbehälter mit der schwarzen Aufschrift „Schnee- / Schutzbrille“ ausgegeben.
Augenschützer 42:
Eine weitere Variante die zu den Schutzbrillen gezählt wurde, waren die sogenannten Augenschützer 42. Diese 1942 eingeführten Augenschützer 42 hatten die Aufgabe, den Träger vor abgesprühten, hautschädigenden Kampfstoffen zu schützen. Durch eine allgemein vielseitige Einsatzmöglichkeit war es aber auch möglich, diese als Staubschutzbrille oder auch in einer dunklen Ausführung als Sonnenschutzbrille zu verwenden. Ein Satz bestand aus je einer farblosen und einer dunkel gelb-grün gefärbten Brille. Diese zusammenklappbaren Augenschützer bestanden aus vier Zellophanscheiben, die mit drei senkrechten Nähten verbunden waren. Die Außenseite der einzelnen Nähte sowie der Rand waren mit einem grauen Band besetzt. Der Außenrand verfügte innen außerdem noch über ein schwarzes Samtband zur Abdichtung. An beiden Enden waren jeweils noch sechs kleine Löcher zur Ventilation vorhanden. Dazu kam noch jeweils eine metallverstärkte Öse für das ca. 1 cm breite, verstellbare Kopfband. Die Augenschützer konnten im zusammengeklappten Zustand in einer Tasche aus gerieftem Papier (in braun bzw. für die gefärbte Ausführung dunkelfarbig) aufbewahrt werden.
Sonnenbrillen:
Für den allgemeinen Sonnenschutz wurden soweit bekannt nur Sonnenbrillen ziviler Herkunft verwendet.
|