|
|
||||
![]() |
![]() |
|||
Krüger, Joachim Leutnant der Reserve* 16.06.1921 Leipzig + 07.03.2011 LeipzigDer am 16.06.1921 geborene Joachim Krüger wurde am 02.12.1940 in Korneuburg (Österreich) als Eisenbahnpionier zur Deutschen Wehrmacht eingezogen. Nach seiner Ausbildung im Ersatz-Bataillon 2 kam er in die 3. Kompanie des Eisenbahn-Regiments Nr. 2. Weitere Verwendungen im Laufe des Krieges fand er im Eisenbahn-Regiment 5, in der Eisenbahnpionier-Kompanie 82 sowie in der 3. Kompanie des Eisenbahnpionier-Bataillons 15. Militärische Auszeichnungen waren das Eiserne Kreuz der II. sowie der I. Klasse, das Kriegsverdienstkreuz II. Klasse und die Ostmedaille. Als Reserveoffiziersanwärter (ROA) wurde er am 01.12.1943 Leutnant der Reserve. Zu seinen Aufgaben zum Kriegsende gehörte es, den legendären Salonwagen von Compiegne, in dem zunächst Vertreter des deutschen Heeres 1918 die Kapitulation zu unterzeichnen hatten und dann 1940 wiederum französischen Generälen die Aufgabe zufiel, eine Kapitulationsurkunde zu unterschreiben, von Berlin in Richtung Thüringen umzusetzen. Seine letzte Verwendung bei der Wehrmacht war die Stellung als O I beim Kampfkommandanten im Berliner Bendlerblock. Hier wurde er beim General der Artillerie Weidling Augen- und Ohrenzeuge für die Gespräche zur Beendigung der Kampfhandlungen in der Reichshauptstadt. Am 02.05.1945 gegen 6.00 Uhr erfolgte seine Gefangennahme durch die Rote Armee. Und am 20.08.1946 ist er aus der Gefangenschaft wieder entlassen worden. Seine bei der Truppe erworbenen Kenntnisse im Brücken- und Gleisbau wollte er nach dem Krieg vervollkommnen und Bauingenieur werden. Ein Studium war dem ehemaligen Offizier in der Sowjetischen Besatzungszone versagt, deshalb ging er nach West-Berlin, wo er einen Studienabschluß als Diplom-Ingenieur erwarb. Der Sohn eines Leipziger Eisenbahners lebte und arbeitete nach dem Krieg in West-Berlin. Nach der Deutschen Einheit kehrte er in seine Heimatstadt Leipzig zurück, wo er seinen Lebensabend verbrachte und schließlich am 07.03.2011 verstarb. Sein Leben lang war er an der Traditionspflege für seine Truppengattung interessiert. So setzte er sich dafür ein, daß das Denkmal für die Eisenbahnpioniere aus dem Schloßpark bei Schöneberg, wo es immer wieder Ziel unschöner Schmierereien war, zu einer Dienststelle der Bundeswehr umgesetzt wird. Auch bis ins hohe Alter nahm er regelmäßig zum Volkstrauertag an der Gedenkfeier für die im Ersten und Zweiten Weltkrieg gefallenen Eisenbahnpioniere in Sperenberg bei Zossen teil. Jeder, der Joachim Krüger kannte, zollte ihm die gebührende Achtung und respektierte seinen Wunsch, die Leistungen der Eisenbahnpioniere in gebührender Weise zu würdigen, nicht nur als Soldat, auch als Mensch. Quelle: "Barbara-Meldung Nr. 22" von Henrik Schulze www.henrik-schulze.de
|
|
![]() |
![]() |
| zurück | |








