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Heidemann, Heinz* 00.00.1915 + seit 08.1944 vermißtHeinz Heidemann wurde durch den Einfluß seines Vaters Willi Heidemann am 2.11.1937 Berufssoldat und diente seit der Mobilmachung in der Stab Kp. der Pz. Abw. Abt. 652. Diese war dem Heer unterstellt und besaß drei Kompanien mit je 12 Pak (3,7 cm). Am 16.3.1940 wurden sie in Pz. Jäger-Abteilung umbenannt. 1941 lernte er bei einer Einquartierung in Bonn-Hersel Elisabeth Simons kennen. Er blieb sechs Wochen und verlobte sich danach mit ihr. Von 4.3.1942 bis zum 19.6.1942 war Heidemann bei der 2. Kp. der Pz. Jäger Ers. Abteilung 2. Am 20. Juni 1942 kam er als Unteroffizier zur 14. Kp. des Infanterie Regiments 668. Die 14. Kp. dieses Regiments bildete die Pz. Jäger Abteilung dieser Einheit. Sie wurde als Teil der 370. Infanterie-Division im Juni 1942 bei Reimes in Frankreich aufgestellt und im Anschluß nach Südrußland verlegt. Am 7. Juli wurde die 370. Infanterie-Division dem LII A.K. der 17. Armee bei der neugebildeten Heeresgruppe A unterstellt. Wenige Tage später begann für Heidemann die Sommeroffensive zur Kaukasus Eroberung. Von den Stellungen am Mius stieß die 370 I.D. nördlich Rostow durch das Donezbecken in Richtung Stalingrad. Bei Konstantinovsk wurde sie zur Sicherung der Ostflanke der Kaukasus Armeen nach Südosten gedreht und marschierte in die kaum besiedelte Kalmückensteppe. Hitze, Staub und Wassermangel kennzeichneten den Vormarsch.Am 12. August wurde Elista besetzt. Ende August wurde General Otts LII A.K. nach Süden abgezogen und am 2. September gelang ihm bei Mosdok der Übergang über den Terek. Mit Unterstützung nachgeführter Truppen konnte der Brückenkopf gehalten werden, jedoch erlahmte hier der Angriffsschwung an dem verbissenen Widerstand der Roten Armee. Erst am 20. September gelang unter Aufbietung aller Kräfte die Erweiterung des Brückenkopfes in südwestliche Richtung. Am 25. Oktober begann der letzte große Angriff der Deutschen auf Naltschik. Daran war sowohl die 370. I.D. von Heinz Heidemann an der Ostflanke bei Mosdok, als auch die 11. Kp. der Brandenburger von Hans Heidemann zur Sicherung der Westflanke am Kaukasus beteiligt. Gepanzerte Truppen erreichten Anfang November den Ortsrand von Ordshonikidse. Die dezimierten und ausgelaugten Deutschen konnten ihre Stellungen gegen die immer wieder aufgefrischten russischen Verbände aber nicht halten. Ab dem 16. November ging es nur noch zurück. In der Nacht zum 1.1.1943 begann der völlige Rückzug aus dem Kaukasus. Die 370 I.D. mußte den beschwerlichen Weg durch die Vorgebirge des Kaukasus über Prochladnyi und einige Nebenflüsse des Terek zum Kuma nehmen. Nordwestlich ging es weiter. Am 24. Januar wurde Armawir zurückgelassen. Anfang Februar schwenkte die Division in Richtung Krim. Sie sollte unter der 17. Armee den Kuban Brückenkopf sichern. Bis Anfang April waren die dortigen Stellungen bezogen. Die 370 I.D. lag am äußersten nördlichen Flügel am Rande des Asowschen Meeres. Im Mai begann die Rote Armee mit gezielten Angriffen gegen sämtliche HKL Abschnitte, um irgendwo eine schwache Stellung zu finden. Heidemann durfte aber zu diesem Zeitpunkt erstmal seinen Fronturlaub nehmen. Am 29. Mai 1943 heiratete er in Hersel seine Verlobte Elisabeth Simons. Nach dem Ende seines Fronturlaubs übernahm er wieder seine alte Stellung am Kuban, die nach wie vor von russischen Angriffen heimgesucht wurde. Am 7. September 1943 begann die Räumung des Brückenkopfes. Mit Leichtern, Prähmen und vielen anderen kleinen Booten wurden über 280000 Soldaten, Zivilisten und Verwundete zur Krim übergesetzt. Bis Anfang Oktober blieb die 370 I.D. am Kuban. Am 9. Oktober verließen die letzten Soldaten den Brückenkopf. Die Krim wurde für ihn und seine Kameraden nur eine Übergangsstation auf dem Weg nach Cherson und Nikolajew, wo sie Anfang 1944 eintrafen. Bereits am 28. März wurde Nikolajew geräumt. Die neu geführte russische Offensive blieb jedoch im Frühjahrsschlamm stecken und erlaubte den Deutschen den Aufbau einer neuen HKL. Heidemann wurde mit seiner Division im Frontbogen zwischen Jassy und Kischinjow in Stellung gebracht. Lange Zeit war es ruhig an diesem Frontabschnitt, aber am 20. August begann mit einem irrsinnigen Artilleriefeuer der Roten Armee das Ende der Heeresgruppe Südukraine. Nur 4 Tage später trafen sich die russischen Panzerspitzen im Rücken der 6. Armee und hatten allein 21 deutsche Divisionen eingekesselt. Darunter war auch die 370. I.D. von Heidemann. Links des Pruth, südlich und nördlich Husi bildeten sich zwei weitere kleine Kessel, die alle zusammen von der Roten Armee bis zum 29. August vernichtet wurden. Nur Teile von drei deutschen Divisionen fanden wieder den Anschluß an die zurückgehende Wehrmacht. Heinz Heidemann gilt seit dem als vermißt. |
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