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Berthold, Gerhard Hellmuth Generalleutnant p.m.* 12.03.1891 Schneeberg + 14.04.1942 Korolevka bei Juchnov/SU (gef.)Gerhard Berthold wurde am 12.03.1891 in Schneeberg im Erzgebirge als Sohn des Professors Julius Berthold geboren. Nach der Erziehung im elterlichen Hause und dem Besuch der Volksschule zu Schneeberg wechselte er auf das Gymnasium, welches er 1910 mit dem Abitur abschloss. Er trat am 01.04.1910 als Einjährig-Freiwilliger dem Kgl. Sächsischen 7. Infanterie-Regiment "König Georg" Nr. 106 bei. Nach seiner Entlassung aus dem aktiven Militärdienst am 31.03.1911 studierte er an der Universität zu Freiburg/Br. und anschließend an der Universität zu Leipzig. Mit der Mobilmachung am 07.08.1914 wechselte er als Vizefeldwebel in das Kgl. Sächsische 3. Infanterie-Regiment Nr. 102 "König Ludwig III. von Bayern", wo er unter anderem als Zugführer, Kompanieführer und Adjutant seinen Dienst versah. Der junge Soldat kämpfte während dieser Zeit ausschließlich an der Westfront. Den 1. Weltkrieg beendete Gerhard Berthold im Rang eines Oberleutnants, zu dem er bereits am 20.06.1918 befördert worden war. Über die Grenzjäger Brigade bzw. dem Regiment kam er am 01.10.1919 zum Reichswehr-Infanterie-Regiment 24 und am 01.10.1920 zum Infanterie-Regiment 10, um dann am 01.10.1921 in das Artillerie-Regiment Nr. 4 zu wechseln. Es folgte im Anschluss die Versetzung zum 11. Sächs. Infanterie-Regiment, wo er am 01.12.1926 zum Hauptmann befördert wurde. Am 01.02.1927 kam er in den Stab der 1. Division und wurde am 01.03.1929 zum Chef einer Kompanie im 10. (Sächs.) Infanterie-Regiment ernannt. Von dort wechselte er dann am 01.04.1930 in die Wehrmachtsabteilung des Reichswehr-Ministeriums und wurde am 01.05.1932 Chef der 1. Kompanie des 10. (Sächs.) Infanterie-Regiments, wo er am 01.04.1933 zum Major befördert wurde. Ab dem 01.07.1935 im Generalstab des Heeres eingesetzt und dort am 01.10.1935 zum Oberstleutnant befördert wurde er am 12.10.1937 Ia des VIII. Armee-Korps und als solcher am 01.03.1938 zum Oberst befördert. Zwischen dem 26.09. und dem 27.10.1938 folgte für Berthold der Einsatz im Sudetendeutschen Gebiet. Am 10.11.1938 wurde Berthold zum Kommandeur des Infanterie-Regiments 17 ernannt und wurde dann im Zuge der allgemeinen Mobilmachung am 26.08.1939 Kommandeur des Infanterie-Regiments 82 mit dem er am Polenfeldzug teilnahm. Nach Ende der Kämpfe wurde er wieder zum Kommandeur des Infanterie-Regiments 17 ernannt und nahm mit diesem an den Kämpfen in Belgien und Frankreich teil. Nach Beginn des Ostfeldzuges wurde der verdiente Offizier am 15.08.1941 mit der Führung der 31. Infanterie-Division beauftragt. Unter der gleichzeitigen Beförderung zum Generalmajor am 01.09.1941 folgte die Ernennung zum Kommandeur der Division. Während der Angriffsschlacht im Raum Brjansk erhielt Berthold vom Infanterie-Regiment 17 am 06.10.1941 gegen 10.00 Uhr die Nachricht von einem gegnerischen Panzerangriff im Abschnitt des Regiments. Sofort entschied sich der General ohne Rücksicht auf das feindliche Störungsfeuer auf das Kampffeld zu fahren, um dort persönlich die Gefechtsleitung zu übernehmen. Während dieses Gefechtes bei Shirjatino führte Berthold persönlich die Panzerjäger-Abteilung der Division, sowie ein 8,8-cm-Flakgeschütz. Durch sein entschlossenes Handeln wurde ein Teil der Panzer zum Rückzug gezwungen bzw. blieb vor den eigenen Linien liegen. Die im Zuge dieses Gefechts eingebrochenen Panzer konnten ebenfalls kurzerhand ausgeschaltet werden. So wurde der Angriff von 52 Panzern der 108. sowjetischen Panzer-Division vernichtend abgeschlagen. Berthold erhielt für diesen persönlich geführten Einsatz am 04.12.1941 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Vom 20.01.1942 bis zum 24.02.1942 wurde er mit der Führung des XXXXIII. Armee-Korps beauftragt und übernahm dann wieder das Kommando über die 31. Infanterie-Division. Generalmajor Gerhard Berthold zeichnete sich im Laufe des Krieges immer wieder sowohl als Regiments- als auch als Divisionskommandeur durch hervorragende persönliche Tapferkeit in vorderster Front aus. So auch am 14.04.1942 als er während eines Sturmangriffes des III. (Jäger-) Bataillons des Infanterie-Regiments 17 auf Saizewa-Gora, an der Rollbahn Roslawl-Juchnow, bei Korolevka, an vorderster Front den Soldatentod fand. Für seine Leistungen wurde Gerhard Berthold p.m. am 10.06.1943 mit Wirkung zum 01.04.1942 zum Generalleutnant befördert.
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