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Liebe Mutter! Nach einigen heißen Gefechtstagen, die mich voll beanspruchten, habe ich heute wieder Gelegenheit gefunden, Dir einen kurzen Gruß zu schreiben. Mir geht es sehr gut. Der Herbst zieht sich lange hin und ist trotz der ersten Nachtfröste bisher angenehm warm tagsüber und vor allem verhältnismäßig trocken gewesen. Du weißt ja wie sehr unser allgemeines Wohlbefinden von der Witterung und Umgebung abhängig ist. Bisher können wir also sehr zufrieden sein. Die Kämpfe hier sind erbittert und sehr hart. Das unübersichtliche Waldgelände bietet dem Russen eine hervorragende Verteidigungsmöglichkeit und kommt seinem Bestreben, das Gefecht mit banditenmäßiger Schlauheit, Täuschung und Hinterlist zu führen natürlich weit entgegen, zumal er hier zu Hause ist. Im Süden war der Kampf auf beiden Seiten noch verhältnismäßig übersichtlich und offen, hier verliert sich alles im Dickicht und ist die Überraschung das gewohnte. Was hilft es, wir müssen uns auch daran gewöhnen. Mit den herzlichsten Grüßen schließe ich heute dein Max-Eugen |
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