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Liebe Mutter! Nach längerer Schweigepause will ich dir wieder einen kurzen Gruß schicken. Wir haben uns jetzt an die neue Umgebung gewöhnt und uns auch mit dem nicht ........... Einsatz abgefunden. Wenn du in den letzten Tagen im Wehrmachtsbericht von den Abwehrkämpfen südlich des Ladogasees hörtest, darfst du uns dort in den endlosen versumpften Wäldern in Gedanken führen. Die siegesreiche Division hat auch hier wieder in schweren Abwehrkämpfen ihre Standfestigkeit und Schlagkraft bewiesen. Das Umfeld und unsere Stellung am Rande eines urwaldähnlichen niedrigen Birkenwäldchens gleicht einem Panzerfriedhof – im Nahkampf erledigt. So etwas haben wir hier noch nicht mitgemacht. Doch waren die Abwehrkämpfe damals von der ............ auf der Krim bei weitem schlimmer. Die russische Infanterie stößt nicht mehr nach und wird durch unser vernichtendes Feuer zerschlagen. Die allein durchbrechenden Panzer dann in ihrer .......... meistens jedoch schon vor ihrer eigenen Widerstandslinie vernichtet. Dabei geht es oft toll her. Aber heute ist auch ein Panzerangriff keine Besonderheit für uns mehr. Hier oben wiegt sich der Sommer allmählich seinem Ende zu. Noch sind die Tage warm und sonnig, wer weiß wie lange noch? In etwa 1 ½ Monaten beginnt schon der Winter. Dann müssen wir die Winterstellungen fertig gebaut haben. Ich habe das Gefühl, daß wir auch Weihnachten noch hier erleben werden. So machen wir doch noch die Bekanntschaft mit dem richtigen russischen Winter. Er wird uns in diesem Jahr nicht gefährlich werden. Wir sind bestens auf alles vorbereitet. Mir geht es persönlich gut. Noch warte ich auf einen Gruß von dir oder einem daheim. Seit meiner Abfahrt ist noch nichts angekommen. Ich lege dir 4 etwas mitgenommene Luftfeldpost- und eine Paketmarke in den Brief, vielleicht kannst Du sie gebrauchen. Alle Familienangehörige bitte ich nun herzlichst von mir zu grüßen und verbleibe Dein Max-Eugen |
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